ɴᴀᴄʜᴡᴜᴄʜsᴛᴀʟᴇɴᴛ ᴅᴇs ᴡsᴠ ᴘᴀᴛᴇʀsᴅᴏʀғ sᴛᴀʀᴛᴇᴛ ɪᴍ ᴅsᴠ-ᴄ-ᴋᴀᴅᴇʀ ᴅᴜʀᴄʜ

Was einst durch einen zufälligen Austausch an der Supermarktkasse begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte im alpinen Skisport. Nachwuchsathlet Julian Marchl zählt heute zu den großen Hoffnungen des Vereins und startet künftig im DSV-C-Kader.

Bereits im Jahr 2013 sprach der Spartenleiter Alpin des WSV Patersdorf, Christian Biermeier, den Vater Helmut Marchl an der Supermarktkasse an und lud ihn ein, gemeinsam mit seinen Kindern einmal beim Skitraining des Vereins vorbeizuschauen. Helmut Marchl nahm die Einladung an und kam mit seinen beiden Kindern, Tochter Jana und Sohn Julian, damals gerade sechs Jahre alt, zum Training.

Schon nach kurzer Zeit war die Familie begeistert von der Freude am Sport, dem großen Engagement der Trainer und dem besonderen Teamgeist innerhalb der alpinen Sparte des Vereins. Auch Vater Helmut brachte sich fortan aktiv ein und unterstützte das Renntraining als Trainer.

Beide Kinder zeigten früh großes Talent auf den Skiern. Besonders Sohn Julian entwickelte sich sportlich kontinuierlich weiter. Mit jedem Training wuchsen Begeisterung, Ehrgeiz und Können, sodass bald erkennbar wurde, welches Potenzial in dem jungen Athleten steckt.

Nach zahlreichen Erfolgen im Verbandsgebiet des Skiverbandes Bayerwald folgte schließlich der nächste große Schritt: In der Saison 2021/2022 wechselte Julian im Alter von 14 Jahren an das Skiinternat nach Berchtesgaden und besuchte dort die 9. Klasse der Realschule. Im Jahr 2023 schloss er die Schule erfolgreich mit der Mittleren Reife ab.

Bereits damals machte er sportlich auf sich aufmerksam: In der Gesamtwertung des Deutschen Schülercups (DSC) erreichte er einen starken 10. Platz, in der Technikwertung sogar Rang drei.

Im Folgejahr startete er erstmals in der FIS-Jugendklasse U18 und sicherte sich einen Platz im Nachwuchskader des Bayerischen Skiverbandes. Schulisch wechselte er an das CJD-Gymnasium Berchtesgaden in die 11. Klasse – eine Eliteschule des Sports, an der unter anderem auch Weltklasse-Skifahrerin Emma Aicher zur Schule ging.

In dieser Saison absolvierte Julian Marchl insgesamt 35 Alpinrennen und belegte in der DSV-Gesamtjugendwertung den hervorragenden 8. Platz. Auch im zweiten FIS-Jugendjahr bestätigte er seine starke Entwicklung: Bei 40 Rennen erreichte er erneut Rang acht in der DSV-Gesamtjugendwertung und wurde Zweiter bei den DSV-Jugendmeisterschaften in der Abfahrt in Garmisch.

Vergangenen Winter, in seinem dritten FIS-Jugendjahr (U21), gelang ihm der nächste große Erfolg. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften U21 fuhr er im Riesenslalom auf einen hervorragenden dritten Platz. Zudem erreichte er in der Weltrangliste des Jahrgangs 2007 Rang 18 in der Abfahrt sowie Rang 28 im Super-G. Leistungen, die ihm nun den Sprung in den DSV-C-Kader mit Schwerpunkt „Speed“ ermöglichten.

Derzeit steht Julian Marchl kurz vor dem Abschluss seines Abiturs am Gymnasium in Berchtesgaden. Parallel dazu wurde er bereits in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen, wo er künftig als Sportsoldat gezielt gefördert wird.

Für den WSV Patersdorf ist dies eine bislang beispiellose Sportkarriere – eine Laufbahn, die sprichwörtlich an der Supermarktkasse begann. Gleichzeitig ist es auch eine Geschichte, die von großem familiären Einsatz geprägt ist. Vater Helmut mit seinem ehrenamtlichen Engagement als Alpin-Trainer beim WSV, förderte seine Kinder intensiv und unterstützte insbesondere seinen Sohn auf seinem sportlichen Weg in außergewöhnlichem Maße. Auch die gesamte Familie investierte über Jahre hinweg viel Zeit, Kraft und finanzielle Mittel, um den Leistungssport möglich zu machen.

„Natürlich ist es als Eltern nicht immer einfach, den eigenen Sohn in den Speed-Disziplinen die steilen Hänge hinunterrasen zu sehen. Die Sorgen fahren immer mit“, beschreibt der Vater die emotionale Seite des Erfolgs. Dennoch stehe die Freude über die sportliche Entwicklung klar im Vordergrund.

Mit seinem Weg vom Vereinsnachwuchs bis in den DSV-C-Kader ist Julian Marchl heute nicht nur das alpine Aushängeschild des Vereins, sondern auch ein wichtiges Vorbild für viele junge Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler. Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, was durch Leidenschaft, Fleiß und ein starkes Vereinsumfeld möglich werden kann.

Der Verein und seine Verantwortlichen zeigen sich entsprechend stolz auf ihren Vorzeigeathleten und freuen sich darauf, seinen weiteren sportlichen Weg mitzuverfolgen.

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