Marathon Herausforderung auf Hawaii gemeistert

Patersdorf(hf). Sie hat sich einen Traum erfüllt, die laufbegeisterte Familie Moser aus Patersdorf. Sepp, Silvia und Sohn Sebastian reisten nach Hawaii, um dort beim weltberühmten Honolulu-Marathon zu starten.
Schon die Anreise ab dem Airport München gestaltete sich aufwändig. Nach einem zwölfstündigen Flug erreichten die Mosers erst einmal San Francisco, wo sich bei einem zweitägigen „Stopover“ auch Gelegenheit zu einer Stadtbesichtigung (Golden Gate, Alcatraz usw.) ergab. Dann erfolgte die Weiterreise auf die Pazifikinsel Hawaii, wo der Flieger nach weiteren fünf Stunden auf der Insel Oahu landete.
Vor Ort war alles bestens organisiert, ein namhafter Sportreiseveranstalter in München hatte sich schon im Vorfeld um die notwendigen Einzelheiten gekümmert. Den Anfang machte eine Inselrundfahrt mit Besichtigung von Ananas-Plantagen sowie der Hafenanlagen von Pearl Harbour. Auch die Marathonstrecke wurde bereits in Augenschein genommen. Am nächsten Tag wartete eine besondere Attraktion – ein Freundschaftslauf über fünf Kilometer mit Sportgrößen wie Frank Shorter und Aberto Salazar. Da deutete sich schon an, woher die meisten Teilnehmer des Marathon kommen würden. Sage und schreibe 60 Prozent waren Japaner, die sich wie die Familie Moser vom polynesischen Kulturprogramm, mit Tänzen verschiedenener Inselgruppen, in einen Südseetraum verzaubern ließen.
Zwei Tage später war es so weit, der 35. Honolulu-Marathon wurde gestartet. Schon um 3.30 Uhr klingelte auch bei den Mosers der Wecker, weil bereits um 5 Uhr – noch bei völliger Dunkelheit – der Startschuss fiel. Mit insgesamt 28 000 Teilnehmern ist der Honolulu-Marathon der siebtgrößte der Welt. Mit einem Startfeuerwerk wurde das fast unübersehbare Feld, das auf einer vierspurigen Straße Aufstellung genommen hatte, auf die 42,195 Kilometer lange Distanz geschickt.
Bei Tropenregen und bei angenehmen Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad führte die Strecke zu Beginn durch die weihnachtlich beleuchtete Innenstadt von Honolulu, der Hauptstadt von Hawaii. Dann ging es durch die Strandhochburg Waikiki in einer Schleife zum Wendepunkt in Diamond- Head-Krater und von dort wieder zurück nach Waikiki. Die ohnehin durch zwei erhebliche Steigungen anspruchsvolle Strecke war von vielen Pfützen übersät.
Das machte dem Vorjahressieger, dem Äthiopier Ambessa Tolosa (Marathonbestzeit 2:08 Stunden) wenig aus. Nach 2:17 Stunden überlief er die Ziellinie, knapp vor dem Kenianer Muindi. Die im blau-gelben Dress des WSV Patersdorf angetretenen Mosers schlugen sich hervorragend. Insgesamt waren 151 Läufer aus Deutschland am Start.
In gut dreieinhalb Stunden erreichte Sepp Moser von den 28 000 Startern als 675. das Ziel, was in seiner Altersklasse den 69. Rang bedeutete. Kurz hinter ihm kam sein Sohn, der 16-jährige Sebastian, als 18. seiner Klasse an. Auch Mutter Silvia bewältigte zum ersten Mal in ihrem Leben die Marathondistanz. Überglücklich traf sie nach fünf Stunden im Ziel ein. Voller Stolz nahm das Trio aus Patersdorf die Blumenhalsketten, die alle Teilnehmer umgehängt bekamen, entgegen.
Bereits für nächsten Tag war der Rückflug gebucht, der nonstop über San Francisco, Frankfurt und München erfolgte. Zu Hause war dann erst einmal Erholung von einem unvergessenen sportlichen Abenteuer angesagt.