Beim ersten Marathon lässt die tolle Atmosphäre die Anstrengungen vergessen

Patersdorf(hf). Schon im Vorfeld zum Halbmarathon in Regensburg wollten die Langstreckenspezialisten des WSV nichts dem Zufall überlassen. Ab Mitte März wurde das gezielte Ausdauertraining für die 21 Kilometer aufgenommen, was sich schließlich auszahlte.
Von den 20 gemeldeten Patersdorfern fuhren 18 nach Regensburg, begleitet von genausovielen Zuschauern und chauffiert von Busfahrer Willi Tremmel. Die Kulisse in der Domstadt flößte der WSV Truppe gehörigen Respekt ein; insgesamt tummelten sich rund 10000 Läufer und Skater im Start- und Zielbereich. Nach dem Einlösen von Startnummern und Zeitnahme-Chips, wurden vor allem die 14 Neulinge an wichtige Details zur Renntaktik erinnert.
Je nach Leistungsstand erfolgte die Einteilung in die Blöcke A (sportliche Läufer), B (Fortgeschrittene) oder C (Anfänger und Erststarter). ein Riesenfeld fieberte dem Startschuss entgegen, und es dauerte dann fünf Minuten, bis die letzten Läufer die Startlinie passierten. Im wunderschönen Innenstadtbereich feuerten tausende Zuschauer alle großartig an, Mukikapellen sorgten für ein tolles Flair, so dass die klammen Temperaturen schnell vergessen waren. Die von erfahrenen Läufern empfohlene Getränke-Aufnahme an der ersten Verpflegungsstation nahmen fast alle WSV´ler in Anspruch.
Nach der Wende bei 10,5 Kilometer machte ein empfindlicher Gegenwind, der erst beim Erreichen der Innenstadt nachließ, allen zu schaffen. Die Welle der Begeisterung an der steinernen Brücke entlockte den Patersdorfern die letzten Kraftreserven und so hielten alle tapfer durch. Das war auch das Hauptziel der WSV Truppe. Dass die meisten unter ihren vorsichtigen Vorgabezeiten blieben, war das berühmte Tüpfelchen auf dem „i“.
Als schnellster glänzte Michael Ziselsberger, der mit 1:25.57 Stunden (27. Rang in seiner Klasse) überraschte. Ausgezeichnete 1:30er Zeiten schafften Sepp Moser, (73.) Matthias Fuchs (76.) und Günter Nagl. Die starke Gruppe der 1:40er Zeiten bildeten Herbert Fuchs (58.), Sigi Seitz, Stefan Kraus, Achim Roth, Roland Stadler und Rene Mögelin. Sich selbst übertroffen haben sich die „Eisernen“  Karl Vogl, Sepp Baumgartner, Franz Fischer und Georg Tremmel, die bei ihrem ersten Halbmarathon unter zwei Stunden blieben. Ebenfalls großartig behaupteten sich die vier Damen Johanna Fuchs (66.), Anna Feuchtinger, Sandra und Marina Fuchs, die in etwas über zwei Stunden die Anforderungen bewältigten.
Die WSV Verantwortlichen waren sich einig, dass dieser Halbmrathon eine der größten sportlichen Leistungen des Vereins in den letzten Jahren war. Bei der Heimfahrt wurden bereits Pläne für den nächsten Start über diese distanz geschniedet. Einziger und unnötiger Wermutstropfen: ein junger Sporler wurde vom Fussballverein nach seinem Start beim Halbmarathon intern gesperrt.